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In Tansania gibt es freilebende Elefanten
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Auch in Indien leben Elefanten

Elefanten in Menschenobhut -

für die Elefanten meistens nicht so toll

Für die Besucher etwas besonderes: Elefanten im Zoo füttern
Die Insel Bali ist ein Urlaubsparadies
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Elefant
und Mensch

Elefanten sind Tiere mit hohem Schauwert. Es sind erstrangige Sympathieträger - kaum eine andere Tierart kann Menschen derart begeistern für den Schutz der Natur, wie die grossen, sensiblen Dickhäuter. Die Tiere gehören deshalb natürlich auch zu den Kassenmagneten in Zoos und Zirkussen.

 

Dabei dürfte der Umstand eine grosse Rolle spielen, dass es im Zoo zwischen Mensch und Elefant zum direkten Kontakt kommen kann - undenkbar bei Raubkatzen oder Bären.

Elefanten kann man gefahrlos füttern (sofern es erlaubt ist), man kann sie berühren und die Tiere interessieren sich für die Besucher. Der Kontakt mit Menschen scheint ihnen nicht unangenehm zu sein und auch die Pfleger haben ein engeres Verhältnis zu ihren Schützlingen, als die Pfleger der meisten anderen Tierarten.

Elefanten werden schon lange von Menschen in Gehegen gehalten. Jahrhundertelang war das eine Qual für die Tiere und eine echte Gefangenschaft. Heute bemühen sich die meisten Zoologischen Gärten um eine artgerechte Haltung der sensiblen Tiere. Das ist aber nicht so ganz einfach . . .

In dem Kapitel über Elefanten in freier Wildbahn haben wir schon auf den grossen Bewegungsdrang der Tiere hingewiesen. Er ist das schwierigste Problem bei der Elefantenhaltung, denn 50-Kilometer-Märsche - noch dazu in einer Herde - kann man in keinem Zoo der Welt ermöglichen.

Solche Anlagen sind keine Zoos und noch nicht einmal Safariparks, sondern Freigehege, in denen man Elefanten ausgesetzt hat, obwohl sie dort eigentlich gar nicht vorkommen.

Es soll so etwas angeblich in Australien geben; ob diese Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich ist, haben wir bisher nicht in Erfahrung bringen können.

Auch in Europa gibt es seit 1990 eine sehr grosse Anlage: Im Zoopark von Cabarceno im äussersten Norden Spaniens werden die Elefanten in einem immerhin 20 Hektar grossen Gehege gehalten - mehrere Zoos in Deutschland haben insgesamt nicht so viel Platz zur Verfügung!

Das ist aber eine echte Ausnahme, wir müssen uns bei unserer Betrachtung an die Gehege in Deutschland und dem übrigen Europa halten.

In Deutschland werden (Stand Frühjahr 2011) in 27 Zoos und Parks Elefanten gehalten. Eine Liste mit diesen Einrichtungen und ihren Beständen haben wir hier veröffentlicht.

Trotz der unvermeidlichen Defizite, die jede Zoohaltung von Elefanten hat und haben muss, spricht sich der Verfasser für die Haltung von Elefanten in Tiergärten aus. Es sind allerdings strengere Kriterien nötig, die an die Gehege zu stellen sind.

Dass eine Haltung hinter Gitterstreben nicht stattfinden darf, hat sich zumindest in Deutschland nun wohl überall herumgesprochen. Unter Berücksichtigung und wohl wissend, dass eigentlich alle Gehege in Deutschland für eine wirklich artgerechte Haltung von Elefanten zu klein sind, wollen wir einige Zoologische Gärten hier doch positiv erwähnen. Zunächst aber noch einmal die Begründung, warum die Haltung von Elefanten trotz dieser Schwächen akzeptiert werden sollte:

Der Kernsatz lautet:

Wir werden nur schützen, was wir lieben und wir können nur lieben, was wir kennen.

Niemand hat für den Naturschutz so viel bewegt, wie der damalige Frankfurter Zoodirektor Bernhard Gzimek und sein Sohn Michael mit ihrem Film "Serengeti darf nicht sterben". Zweifellos hat er mit diesem grossen Kinofilm (1959, Oscar als bester Dokumentarfilm) die Herzen der Menschen erreicht.

Etliche Tierfilmer sind dem Beispiel erfolgreich gefolgt und haben auch viel bewegt für den Naturschutz.

Trotzdem glaubt der Verfasser, dass die unmittelbare Begegnung mit wilden Tieren unersetzlich bleibt. Natürlich wäre es schön, wenn eine solche Begegnung in freier Wildbahn stattfinden könnte. Das ist aber für die meisten Menschen nicht leistbar - und es ist aus Sicht des Naturschutzes auch gar nicht erwünscht:

Noch grössere Massen von Touristen in den afrikanischen Nationalparks sind ein Problem - auch übrigens unter dem Aspekt, dass jedes Flugzeug mehr den Klimawandel erheblich beschleunigt.

Elefant im naturnahen Gehege
In so einem grossen, naturnahen Gehege können
sich die Elefanten schon ziemlich wohlfühlen.

Aber die Haltung der grossen Tiere sollte natürlich artgerecht erfolgen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgehegegrössen sind eher gering (kein Elefantengehege unter 500 qm -aber was ist das schon?), es muss eine entsprechende Einrichtung vorhanden sein und bestimmte Mindesttemperaturen sind zu beachten.

Der Verfasser hält - durchaus im Einklang mit den meisten Zoos - eine Entnahme von Wildtieren aus der Natur zum Zwecke der Haltung in Zoologischen Gärten für nicht wünschenswert. Zoologische Gärten dürfen - wir leben im 21. Jahrhundert! - nicht mehr auf den Import von Wildtieren angewiesen sein.

Zur artgerechten Haltung von Wildtieren gehört immer auch, dass sie die Möglichkeit haben müssen, sich zu vermehren. Wenn Wildtiere - in diesem Falle Elefanten - sich nicht in Menschenobhut vermehren, dann ist in Frage zu stellen, ob sie für die Zoo-Haltung überhaupt geeignet sind bzw. ob die Gehegehaltung wirklich artgerecht erfolgt.

Die Vermehrung von Elefanten in Menschenobhut ist deshalb ein Gebot der Stunde für die Tiergärten, die auf die Haltung der grauen Riesen nicht verzichten wollen. Mehrere Zoos auch in Deutschland haben mitlerweile gute - wenn auch oft schwer erkämpfte - Erfolge.

Sehr gute Ergenisee bei der Zucht von Elefanten hat der Zoo in Hannover: Von den 13 dort zur Zeit gehaltenen Tieren stammen 9 aus eigener Nachzucht. Auch der Zoo Wuppertal kann mit 6 eigenen Nachzuchten ein sehr gutes Ergebnis aufweisen. Zuletzt kamen dort im Januar 2011 zwei kleine Elefanten zur Welt. Lesen Sie hier mehr darüber!

Es gibt aber auch bedeutende Zoos in Deutschland, die weniger Glück mit der Vermehrung der Dickhäuter haben. Im (West-)Berliner Zoo sind in 73 Jahren (!) nur 3 Elefanten geboren worden, von denen seit dem Tod der sechsjährigen "Shaina Pali" am 5.April 2011 nur noch ein zweijähriges Weibchen übrig geblieben ist. "Shaina Pali" und ihr Halbbruder "Kiri" - beide von derselben Mutter - sind beide an Herpes gestorben. Auch in freier Wildbahn sind Elefanten sehr anfällig für Herpesinfektionen.

Die Teufelskralle aus Namibia ist ein wichtiges und wirksames Mittel gegen Gelenkschmerzen durch Rheuma und Arthrose

So bedeutsam die Zuchterfolge sind und so wichtig es auch ist, dass die Zoos unabhängig werden von Wildfängen: Die Entnahme von wildlebenden Elefanten für die Haltung in Menschenobhut ist kein Artenschutzproblem, sondern eine Tierschutzfrage.

Aus ethischen Gründen soll eine Entnahme aus der Natur nicht mehr erfolgen (und in den letzten 15 Jahren sind auch nur noch sehr wenige, einzelne Tiere aus Afrika und Asien für deutsche Zoos importiert worden), aber die Elefantenbestände in freier Wildbahn werden durch die wenigen Tiere, die in der Vergangenheit für die Zoohaltung gefangen wurden, in keinster Weise gefährdet.

Diese Erkenntnis ist wichtig, weil es in Sachen Artenschutz von (durchaus wohlmeinenden) Laien immer wieder die unsinnige Auffasung gibt, dass der Fang von Elefanten für Zoologische Gärten die Freilandbestände gefährden würde.

Es gehört keine höhere Mathematik dazu, um festzustellen, dass der Fang von 20 oder 30 wilden Elefanten keine spürbaren Auswirkungen auf den Bestand einer Art hat, von der es immerhin noch eine deutlich 6-stellige Zahl gibt. Aber es gibt berechtigte Zweifel, ob man Elefanten in lächerlich kleine 500-Quadratmeter-Gehege einsperren darf.

Da spielt die Jagd auf Elefanten durch neureiche Amerikaner und Europäer schon eher eine negative Rolle. Und selbst diese völlig unnötige Trophäenjagd wiegt nicht schwer, wenn man an die die ca. 40.000 jährlich gewilderten Elefanten denkt.

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